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06.04.2019

Absteiger Delbrück entscheidet den Aufstiegskampf

DJK erwartet zum vorerst letzten Heimspiel in der zweithöchsten Liga Tabellenführer Chemie Volley Mitteldeutschland.

An diesem Samstag absolviert die DJK Delbrück nach elf Jahren Zugehörigkeit ihr vorerst letztes Heimspiel in der 2. Volleyball-Bundesliga. Seit einigen Wochen steht das nach 20 Spieltagen immer noch sieglose Schlusslicht schon als Absteiger fest. Der Spielplan will es so, dass zum Abschied der Meister der vorigen und vermutlich auch dieser Saison, Chemie Volley Mitteldeutschland, am Driftweg (Sa., 18 Uhr) zu Gast ist. Dem Spitzenreiter aus Sachsen-Anhalt, der vor einem Jahr auf den Aufstieg verzichtet hatte, fehlen zwei Spieltage vor Saisonende noch zwei Punkte zur Titelverteidigung. Einziger Verfolger von CVM ist der SV Lindow-Gransee, bei dem Delbrück zum Abschluss antritt. Somit könnte die DJK im Titelkampf sogar das Zünglein an der Waage sein.

»Realistisch gesehen, ist die Meisterschaft aber am Samstag entschieden«, meint Delbrücks Trainer Uli Kussin. Krasser könnte der Unterschied aber auch nicht sein. »Da prallen zwei Welten aufeinander«, sagt Kussin. Die Gastgeber geben kein Geld aus, gehen ihren Weg mit Talenten, während der finanzstarke ehemalige Bundesligist international besetzt ist. »Das ist wie SC Freiburg gegen Bayern München«, zieht Bayern-Fan Kussin einen Vergleich mit den Fußballern. Freiburg trotzte München aber neulich ein Unentschieden ab. Das gibt es im Volleyball nicht, deswegen änderte Kussin den Vergleich auch in Bayern gegen Heidenheim ab. In dieser Pokal-Partie schlug der Rekordmeister den Zweitligisten am Mittwoch knapp mit 5:4. Was für Samstag bedeuten würde, dass Mitteldeutschland die Delbrücker knapp mit 3:2 besiegt. »Egal wie diese Begegnung läuft, wir laufen nicht auf, um dem Gegner zur Meisterschaft zu gratulieren«, stellt Kussin klar. »Wir wollen uns von unseren Fans vernünftig verabschieden. Der Tabellenführer spielt zwar konstant, aber nicht überragend. Vielleicht können wir es ja wirklich spannend machen«, hofft der DJK-Trainer. In der Vorbereitung ließ es der Coach vorige Woche, als spielfrei war, langsam angehen, um die Köpfe der Spieler etwas frei zu bekommen. Diese Woche wurden dann wieder die üblichen Übungseinheiten abgehalten. »Wir freuen uns auf diese Begegnung«, sagt Kussin. Ob der Kader komplett sein wird, entscheidet sich kurzfristig, weil der Einsatz von Diagonalangreifer Christian Wuttke-Ziller offen ist.

Aufgehört hatten nach der vorigen Saison sieben Spieler, deren Verabschiedung (bis auf Tobias Daniels werden wohl alle da sein) nun am Samstag nachgeholt wird. Zuvor wird in der Pause nach dem zweiten Satz die Delbrücker Damen-Mannschaft für ihren Aufstieg geehrt. Eine eventuelle Meisterfeier der Chemie Volleys wird es in Delbrück dagegen nicht geben. Die will der Primus eine Woche später zuhause ausrichten.

Foto: Jörg Janke

Quelle: Westfälisches Volksblatt

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