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10.04.2019

Ein Großteil dürfte bleiben

Bei Zweitliga-Absteiger DJK Delbrück laufen die Planungen für die 3. Liga West.

»Ich rechne nicht damit, dass wir viele Abgänge haben werden«, meint Trainer Uli Kussin. Auch er selbst hat signalisiert, seinen Vertrag verlängern zu wollen

Für die DJK Delbrück ist die 2. Volleyball-Bundesliga bald Geschichte. Vom Heimpublikum hat sich die DJK am vergangenen Samstag bei der 0:3-Niederlage gegen den Meister CV Mitteldeutschland bereits verabschiedet. Nach elf Jahren andauernder Zweitliga-Zugehörigkeit ist damit Ende dieser Woche endgültig Schluss.

Wie geht es jetzt weiter? Kommenden Samstag absolviert die Mannschaft beim Vizemeister SV Lindow-Gransee ihr letztes Spiel in dieser Saison, die damit komplett beendet ist, auch Training wird es keins mehr geben. Am Montag danach treffen sich Trainer und Spieler. Dabei wird das spielende Personal abgefragt, wer in der nächsten Spielzeit definitiv dabei sein, also weitermachen wird. »Ich rechne nicht damit, dass wir viele Abgänge haben werden«, meint Kussin, der selbst, wie Zuspieler Johannes Grodde, schon signalisiert hatte zu verlängern. Maximilian Protte, ein weiterer DJK-Routinier meinte zu dem Thema neulich: »Erst mal die Saison zu Ende spielen. Aber grundsätzlich fahre ich immer gerne nach Delbrück.« DJK-Vorsitzender Rudolf Fraune hat vor Kurzem schon angekündigt, dass er kurz nach Saisonende eine Ansage haben will, wer bleibt. Dies wird er bei einem Meeting mit Kussin und dem Mannschaftsverantwortlichen Franz-Josef Mertens klären.

Hintergrund dafür ist der Ablauf im Frühjahr/Sommer 2018. Damals gab es zunächst nur zwei Absagen und einen Wackelkandidaten, später waren aber auf einmal sieben Spieler weg. Eine Bürde, die der dann gemeldete Kader für 2018/2019 von Anfang an mit sich herumtrug und die letztlich zu schwer wog. »Zwei erfahrene Spieler hatten zunächst zugesagt, sich dann aber doch abgemeldet. Das ist richtig. Dass das schon der Anfang vom Ende war, also der Grund für unseren jetzigen Abstieg, sehe ich nicht so«, meint Trainer Uli Kussin. »Wir haben vielmehr alle gedacht und gehofft, dass unsere junge und unerfahrene Mannschaft sich schneller entwickelt. Meiner Meinung nach hätte das Wagnis geklappt, wenn wir Ende 2018 oder Anfang 2019 ein erstes Erfolgserlebnis gehabt hätten«, sagt Kussin.

Damals war seine Mannschaft tatsächlich auf einem guten Weg, aber der erhoffte Sieg kam nicht, dafür gab’s immer wieder personelle Ausfälle, gerade auch von arrivierten Zweitligaspielern, so dass die DJK nicht mehr in die Spur fand. »Irgendwann haben die vielen Niederlagen sich auch in den Köpfen festgesetzt, was wohl auch zur Nervosität führte. Letztlich hat es aber einfach nicht gereicht«, stellt Kussin fest.

Ob es für die 3. Liga West reichen wird, ist zu beweisen. »Leichter wird es dort auch nicht. Ein Durchmarsch mit sofortiger Rückkehr in Liga zwei ist nicht einfach«, sagt Fraune, der auch noch mal versicherte, dass fristgerecht, also bis zum 2. Mai, die Lizenz für die 3. Liga beantragt werden wird.

Die Saison dort ist also in Planung, einen festen Termin hat aber zumindest Trainer Kussin auch schon zu vermelden. Er wird die Delegation des Frauen-Volleyball-Teams anführen, das an der Universiade teilnimmt, die vom 3. bis 14. Juli in Neapel stattfindet.

Foto: Markus Schlotjunker

 

Quelle: Westfälisches Volksblatt

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