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15.04.2019

DJK Delbrück schließt die Saison sieglos ab

DJK unterliegt am letzten Spieltag beim SV Lindow-Gransee mit 0:3 – Ex-Delbrücker Benjamin Kratz vertritt Coach Uli Kussin an der Seitenlinie

Jetzt ist es amtlich: Die schon länger als Absteiger aus der 2. Volleyball-Bundesliga feststehende DJK Delbrück bleibt ohne Sieg. Auch am 22. und letzten Spieltag verloren die Delbrücker mit einem neuen Gesicht an der Seitenlinie mit 0:3 (21:25, 12:25, 14:25) beim Vizemeister SV Lindow-Gransee.

Elf Jahre ohne Unterbrechung war die DJK in Liga zwei. Es gab in dieser Zeit viele Geschichten zu erzählen, aber immer noch gibt es neue. So wie beim finalen Auftritt auch. Entgegen der Ankündigung war nämlich Delbrücks Trainer Uli Kussin gar nicht mit nach Brandenburg gefahren, weil er einen wichtigen privaten Termin hatte. Für ihn coachte mit Benjamin Kratz ein ehemaliger Delbrücker Spieler, der bis zum Frühling 2018 für die DJK aufschlug und erst am vergangenen Samstag wie seine damaligen Kameraden Christian Hönisch und Fabian Dicken nachträglich verabschiedet worden war. Kratz lebt schon länger in Berlin, so dass seine Anreise nach Gransee nicht allzu weit war. Seine Anmeldung bei der DVL für diesen wohl einmaligen Einsatz erfolgte erst vor ein paar Tagen.

Mit dem früheren Delbrücker Libero auf der Bank lief es für den Tabellenletzten im ersten Satz gar nicht schlecht. Die Gäste hielten nämlich lange mit. Gerieten sie mal deutlicher ins Hintertreffen, kamen sie jeweils zurück. Von 7:11 auf 11:12, von 15:21 auf 20:22. Bis zum 21:23 schien für die DJK etwas möglich zu sein, dann setzte sich der Favorit doch durch. »Im ersten Satz war die Stimmung recht gut, aber letztlich war der Gegner zu routiniert und hat am Ende keinen Fehler mehr gemacht«, berichtete Delbrücks Kapitän und Zuspieler Johannes Grodde, der sich einen Tag nach dieser Partie schon in den wohlverdienten Urlaub aufgemacht hatte.

Im zweiten Satz machte sich dann bemerkbar, dass die Delbrücker stark unterbesetzt zum letzten Auswärtsspiel gefahren waren. Mit Brian Leppin, Maximilian Protte (beide krank) und Benjamin Hunke (privat verhindert) fehlten drei Spieler, so dass Kratz etwas umstellen musste. Diagonalangreifer Martin Steinbrück ersetzte Protte auf der Position als Außenangreifer und war erstmals in dieser Saison neben Libero Daniel Denk und Finn von Soldenhoff in der Annahme gefordert. »Lindow hat die für uns ungewohnte Formation im zweiten und dritten Satz ausgenutzt, indem sie mit ihren Aufschlägen viel Druck ausgeübt haben«, erklärte Grodde. Die Folge waren mehrere Serien für die Gastgeber und das 3:0. Im zweiten Satz zogen sie von 8:3 auf 15:5 und 20:8 davon, im dritten von 5:6 auf 16:9 und 21:10. 3857 Tage nach dem ersten Spiel am 20. September 2008 waren am Samstag um 20:47 Uhr elf Jahre 2. Liga für die DJK vorbei.

DJK: Denk, Grodde, Steinbrück, Wuttke-Ziller, Hinz, Wienhues, Albrecht, von Soldenhoff

Foto: Markus Schlotjunker

Quelle: Westfälisches Volksblatt

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