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09.01.2011
Sieg gegen Essen macht noch nicht satt
DJK Delbrück gewinnt 3:0 - Grodde feiert Comeback
Von Markus Schlotjunker
Delbrück (WV). Mit einem 3:0-Heimsieg gegen den USC Braunschweig hat sich Volleyball-Zweitligist DJK Delbrück aus dem Jahr 2011 verabschiedet und mit einem 3:0 (25:21, 25:23, 26:24) gegen den VV Humann Essen haben die Delbrücker das Jahr 2012 begrüßt.
Folgt nächsten Samstag zum Auftakt der Rückrunde gegen die VSG Ammerland im dritten Heimspiel hintereinander ein weiterer Erfolg, ist die DJK wieder im Soll und hat gute Chancen im Kampf um den Klassenerhalt, in dem sie sich seit Saisonbeginn befindet.
Also eitel Sonnenschein in Delbrück? Nicht so ganz. »Wir haben uns noch zu viele Fehler geleistet. Das mag ich nicht«, gab Delbrücks Trainer Uli Kussin einen Einblick in seine Gefühlswelt. »Wir haben uns das Leben dadurch selbst schwer gemacht. Gegen einen anderen Gegner hätten wir dadurch noch mehr Schwierigkeiten bekommen«, meinte Kussin und lieferte gleich die Negativ-Statistik: »Im ersten Satz acht Aufschlagfehler, im zweiten Satz führen wir 8:6 und haben dann sechs Fehler, im dritten Satz starten wir mit 6:2, bringen uns aber selbst in Gefahr. Jeder Spieler hat ein paar kleine Sachen nicht richtig gemacht.«
Trotzdem reichte es zum 3:0, was den Trainer natürlich dann doch sehr erfreute. »Wir haben in allen drei Sätzen gut angefangen und in den entscheidenden Phasen gepunktet«, so Kussin. Die erste entscheidende Phase war im ersten Satz bei der 20:19-Führung. Kussin wechselte Zuspieler Johannes Grodde zum Aufschlag ein. Und Grodde, der nach seinem Motorradunfall noch nicht ganz fit ist, startete ein äußerst gelungenes Mini-Comeback. Mit seiner Vier-Punkte-Aufschlagserie - bei der dritten Angabe ging der Ball vom Essener Annahmespieler direkt ins Aus - sorgte der Rekonvaleszent für viel Applaus auf den Rängen und fünf Satzbälle. »Das war ein guter Einstand«, kommentierte Grodde bescheiden und blieb damit im doppelten Sinn auf dem Boden. »Wegen der entzündeten linken Schulter muss ich mich noch etwas zurückhalten, kann auch noch nicht blocken.
Daher haben wir mit Doppelwechseln dafür gesorgt, dass vorne drei Angreifer standen«, erklärte der Zuspieler. Genau das machte seinen Trainer auch zuversichtlich. »Mit dem Beispiel der Wechsel Grodde und Arne Steffen für Andrew Korol und David Bednarek haben wir nun endlich die personellen Möglichkeiten erfolgreich zu reagieren und zu taktieren«, freute sich Kussin über den gelungenen Schachzug.
Im bis zum Ende stets ausgeglichenen zweiten Durchgang war es ein Fehler (Aufschlag ins Aus), der Satzball für die DJK bedeutete, den Korol zum 25:23 gerne annahm. Im dritten Durchgang wurde aus einem 6:2 ein 12:14. Essen lag in der Schlussphase zweimal vorne (22:21, 23:22), servierte den Delbrückern aber durch zwei Fehler zwei Matchbälle, von denen der zweite genutzt wurde. »Mit den personellen Möglichkeiten, die Delbrück nun hat, schafft die DJK den Klassenerhalt«, ist sich der Ex-Delbrücker Fredrik Rimrod sicher. Rimrod war auch schon beim 3:0 gegen Braunschweig zu Gast und erwies sich als Glücksbringer.
DJK: Bennemann, Grobfeldt, Grodde, Scott, Daniels, Hunke, Steffen, Kratz, Korol, Striewe, Bednarek
Quelle: Westfälisches Volksblatt
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