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16.01.2012
Delbrücker pfeifen auf die VSG
2. Volleyball-Bundesliga: DJK gewinnt drittes Heimspiel in Folge
Von Markus Schlotjunker
Delbrück (WV). Zu Beginn der Rückrunde hat Volleyball-Zweitligist DJK Delbrück damit angefangen, womit er die Hinrunde vor einer Woche abgeschlossen hatte: mit einem Heimsieg. Gegen Aufsteiger VSG Ammerland gewannen die Delbrücker mit 3:1 (25:18, 25:18, 19:25, 25:23).
Der Jubel über den dritten Sieg in Folge wurde aber von Gästetrainer Torsten Busch abrupt beendet. Pfiffe hallten durch die Halle, als Busch bei der obligatorischen Stellungnahme zum Spiel zur Häufung von umstrittenen Schiedsrichter-Entscheidungen kund tat. »Hier haben heute acht gegen sechs gespielt«, sagte Busch und bezichtigte das Schiedsrichter-Duo Yvonne Speh (Hattingen) und Markus Zyber (Essen) damit indirekt der Parteilichkeit. Busch schwächte seinen Kommentar dann zwar ab, indem er weiter ausführte, dass auch die Delbrücker ein paar Entscheidungen gegen sich zu verkraften gehabt hätten und sein Team in den ersten beiden Sätzen wirklich schwach gespielt habe, mit der guten Stimmung aber war's dahin.
Delbrücks Trainer Uli Kussin, der sich auch noch von Ammerlands Kapitän Dirk Achtermann ein paar Worte anhören durfte, blieb trotz der »Vorwürfe« des Gegners gelassen. »Wenn man die ersten beiden Sätze relativ klar verliert, im vierten Satz 1:8 hinten liegt, dann kann das nicht alles an den Schiedsrichtern gelegen haben. Da finde ich es schon etwas unverschämt, wenn man denen Parteilichkeit vorwirft. Außerdem möchte ich dann ans Hinspiel erinnern, als die Unparteiischen aus Oldenburg kamen«, erklärte Kussin viel sagend.
Dann rückte das Sportliche wieder in den Vordergrund. Und da waren die Gastgeber besser. Das DJK-Team war von der ersten Minute an sehr präsent und konzentriert. 8:4, 14:8 - Delbrück steuerte früh dem Satzgewinn entgegen. Es gelangen die akrobatischsten Punkte und dass Tobias Daniels mit einem Ass den ersten Satzball (24:17) holte, war symptomatisch. Das selbe Bild im zweiten Durchgang: 7:3, 21:15 - und dann Duplizität der Ereignisse. Jonathan Scott servierte den Ball so scharf, dass er vom Ammerländer Annahmespieler ins Aus ging und beim 24:17 wieder Satzball. Kurz darauf die 2:0-Führung.
Doch es ging nicht so weiter. »Im dritten Satz haben wir eigene Fehler gemacht. Das wollte ich eigentlich nicht mehr sehen«, ärgerte sich Kussin. Annahme und Angriff wackelten plötzlich und die Gäste witterten die unverhoffte Chance, die Partie zu drehen. Von 4:4 zogen sie auf 7:4 davon, ließen sich danach nicht mehr einholen und schafften den Anschluss zum 1:2. Das beantworteten die Delbrücker mit einem Blitzstart von 8:1 im folgenden Durchgang. Zwar holte die VSG das wieder auf und führte auch (erstmals beim 18:17), doch in der spannenden Schlussphase zeigten die Delbrücker richtig Biss. Bei 22:22 hämmerte Arne Steffen den Ball unerreichbar ins gegnerische Feld und kurz darauf beendete Tobias Daniels mit einem eben solchen Ball die Begegnung.
DJK: Bennemann, Grobfeldt, Grodde, Protte, Scott, Daniels, Hunke, Steffen, Kratz, Korol, Striewe, Bednarek
Quelle: Westfälisches Volksblatt
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