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23.01.2012
Delbrücker Drama in Duisburg
VOLLEYBALL: DJK startet beim Gastspiel in Rumeln eine Aufholjagd und verliert dennoch mit 2:3
VON FRANK BEINEKE
Duisburg/Delbrück. Im Kampf um den Zweitliga-Klassenerhalt hatten die Volleyball-Herren der DJK Delbrück zuletzt drei Siege in Folge gefeiert. Erfolg Nummer vier lag gestern Abend in der Sporthalle an der Krefelder Straße in Duisburg-Rheinhausen in greifbarer Nähe. Im Gastspiel beim Rumelner TV hatte Delbrück einen 0:2-Satzrückstand wettgemacht. Doch nach 107 Minuten musste sich die DJK in einem Drama in fünf Akten mit 2:3 (22:25, 18:25, 25:21, 25:21, 12:15) geschlagen geben.
„Unterm Strich waren wir in vier von fünf Sätzen eigentlich besser als der Gegner. Aber wir haben es leider nicht konsequent zu Ende gespielt“, ärgerte sich DJK-Coach Uli Kussin. Das erste Delbrücker Mini-Drama hatte sich bereits im ersten Satz abgespielt. Die Gäste dominierten, machten Druck, erspielten sich eine 13:9-Führung und lagen anschließend mit 21:18 in Front. Doch dann schoss die Delbrücker Fehlerquote plötzlich in die Höhe. Die Konsequenz: Aufsteiger Rumeln sicherte sich mit einem 7:1-Lauf doch noch den ersten Durchgang.
Delbrück hatte einen zunächst ziemlich schwach agierenden Gegner unnötig aufgebaut und verlor im zweiten Satz völlig den Faden. Rumeln gewann 25:18 und lag nach 46 Minuten mit 2:0-Sätzen vorne. Dann aber drehte die DJK auf. „Im dritten und vierten Satz haben wir Rumeln phasenweise an die Wand gespielt“, kommentierte Kussin die folgenden beiden Durchgänge, die jeweils mit 25:21 an Delbrück gingen. Die Gäste hatten ausgeglichen und eigentlich alle Trümpfe in der Hand.
Doch der fünfte Satz entwickelte sich zum finalen Delbrücker Drama. Beim Stand von 3:2 für Rumeln gab es zunächst eine äußerst umstrittene Schiedsrichter-Entscheidung zu Gunsten der Hausherren. Die DJK ließ sich davon kurzzeitig aus dem Konzept bringen und lag plötzlich mit 2:8 hinten. Doch selbst bei einem 5:12-Rückstand warf Delbrück nicht die Flinte ins Korn. Die Kussin-Mannen verkürzten gegen zunehmend nervöser werdende Rumelner auf 12:13. Doch zwei Eigenfehler besiegelten dann die elfte Saisonniederlage. „Das ist sehr, sehr bitter, denn wir hätten heute auf dem Weg zum Klassenerhalt einen riesigen Schritt machen können“, bilanzierte Kussin, der sich immerhin über den großen Kampfgeist und die tolle Moral seiner Truppe freuen konnte. Exakt diese Tugenden werden auch am kommenden Samstag gefragt sein. Dann gastiert der Tabellenvierte aus Solingen in Delbrück. Ein DJK-Drama am Driftweg soll dann nicht auf dem Spielplan stehen.
Quelle: Neue Westfälische
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