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20.02.2012
Knappes Scheitern nach spannendem Fünf-Satz-Krimi
VOLLEYBALL, 2. LIGA: Delbrück leistet bei 2:3-Niederlage gegen Titelfavorit Titans beachtliche Gegenwehr, verspielt aber 2:0-Führung
Wuppertal/Delbrück (vf). Der Riese wankte, fiel aber nicht. Dennoch: Im Vergleich mit dem Titelfavoriten der 2. Volleyball-Bundesliga zog sich die DJK Delbrück am Samstag äußerst achtbar aus der Affäre. Als Gast der A!B!C-Titans Bergisches Land leisteten die Schützlinge von Uli Kussin („Am Ende haben wir leider die falschen Entscheidungen getroffen“) in der Leverkusener Bayer-Sporthalle beachtliche Gegenwehr. Nach einem spannenden Fünf-Satz-Krimi hatten die Hausherren am Ende der rund zweistündigen Partie aber dennoch die Nase vorn (19:25, 20:25, 25:14, 25:15, 17:15).
Der vermeintliche Goliath traf jetzt auf eine hochmotivierte Delbrücker Mannschaft, die den Klassenerhalt schließlich aus eigener Kraft schaffen will. „Ein Überraschungssieg würde uns sehr gut tun“, sagte DJK-Trainer Uli Kussin vor dieser Partie. Die Delbrücker hatten den Kontrahenten zunächst prompt unter Kontrolle. Trotz der 2:0-Satzführung und zweier Matchbälle im fünften Durchgang verließen derweil die Titans die Halle als Sieger.
Im ersten Satz mussten die Gäste zunächst einem Drei-Punkte-Rückstand hinterherlaufen (3:6). Über 11:11 und 16:16 erarbeitete sich Delbrück anschließend eine komfortabele Führung und rettete diesen Vorsprung mit Arne Steffen in der Angabe mit 25:19 ins Ziel.
Im zweiten Durchgang gelang dem Team von Kussin mit dem jetzt aufschlagenden Tobias Daniels dank einer hochkonzentrierten Leistung schnell eine Neun-Punkte-Führung. Die DJK hielt diesen Rhythmus, die Titans wachten erst gegen Ende dieses Satzes viel zu spät auf, um diesen dann noch drehen zu können. Delbrück war eigentlich nie ernsthaft in Gefahr und gewann 25:20. Im dritten und vierten Satz riss bei den Gästen ein wenig der Faden. Die Titans erreichten jeweils eine deutliche Führung (20:10 im dritten und 19:9 im vierten Satz), Delbrück schien partout kein Gegenmittel zu finden und ließ schließlich den Satz-Ausgleich zu (25:14, 25:15). Im entscheidenden fünften Durchgang lieferte die DJK eine äußerst entschlossene Vorstellung ab. Der Siegeswille war jetzt deutlich erkennbar und die 9:5-Führung war vielversprechend. Dieser Satz schien für Delbrück auch tatsächlich rundzu laufen: Beim Spielstand von 14:13 hatte die DJK den ersten Satzball, und beim 15:14 sogar noch den zweiten. Beide wurden von Wuppertal abgewehrt. Bei eigener 16:15-Führung nutzten die Gastgeber dann den ersten zum Sieg.
„Wir waren nicht die schlechtere Mannschaft und haben bewiesen, dass wir jeden Gegner schlagen können“, zeigte sich Uli Kussin angesichts der nächsten Aufgaben äußerst optimistisch. Der Coach freute sich zudem über eine „ sehr geschlossene Mannschaftsleistung“.
Quelle: Neue Westfälische
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