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11.01.2021

Volleyball: Teilerfolg für die DJK Delbrück

Das vom Drittligisten selbst abgesagte Heimspiel gegen den FCJ Köln wird auch nach dem Protest der DJK mit 3:0 für den Gegner gewertet.

Die Geldstrafe wurde allerdings erlassen. Ziel bleibt es, die Saison in einer einfachen Runde zu Ende zu spielen

Nach Verlängerung des Lockdowns durch Bund und Länder haben nun auch der Deutsche Volleyball-Verband und der Westdeutsche Volleyball-Verband reagiert. Zudem gibt es eine Entscheidung zum Einspruch des Drittligisten DJK Delbrück gegen die 0:3-Wertung des abgesagten Meisterschaftsspiels gegen den FCJ Köln.

Mitte Oktober sollten die Delbrücker in eigener Halle die Rheinländer empfangen, sagten diese Partie aber auf eigene Verantwortung ab, weil Köln damals aufgrund der Fallzahlen als Corona-Hotspot galt. Dies geschah nach reiflicher Überlegung, um bei keinem der Beteiligten die Gesundheit aufs Spiel zu setzen. Verband und Gegner sahen das anders, dem entsprechend wurde das Spiel später mit 0:3 gegen die DJK gewertet, die auch noch eine Geldstrafe erhielt. Dagegen legte Delbrück Protest ein. Die Geldstrafe wurde erlassen, die Wertung bleibt – wie kürzlich entschieden – bestehen. „De jure hat der Verband richtig entschieden, von der Sache her allerdings nicht“, sagt Rudolf Fraune, 1. Vorsitzender der DJK, zum Urteil. Tatsächlich setzte der DVV am 29. Oktober, elf Tage nach der abgesagten Partie gegen Köln, den Spielbetrieb komplett aus, und beschloss später eine vereinfachte Regelung zu Spielabsagen – und Verlegungen. Da diese Regelungen aber am 18. Oktober nicht galten, wird die DJK ihren Einspruch nicht weiterverfolgen, weil der Verband rein rechtlich zu keiner anderen als der jetzt getroffenen Entscheidung kommen kann und wird.

Zudem ist zurzeit auch offen, ob in dieser Saison überhaupt noch einmal gespielt werden kann. „Nach Rücksprache mit Trainer Uli Kussin und Kapitän Johannes Grodde werden wir nichts mehr unternehmen“, zieht Fraune einen Schlussstrich, den der DVV unter die Spielzeit 2020/2021 nicht ziehen will.

Bis zum Ende des derzeitigen Lockdowns am 31. Januar wird daher auch der Spielbetrieb in der 3. Liga und den Regionalligen ausgesetzt. Es gelten aber weiter die Beschlüsse vom 4. Dezember. Darin hatte der Bundesspielausschuss festgeschrieben, dass die Saison in einer einfachen Runde zu Ende gespielt werden soll.

Auch der WVV hat am Samstag aufgrund des verlängerten Lockdowns noch mal verlautbart, dass der Spielbetrieb bis auf Weiteres ruht. Am Dienstag wird das Präsidium in einer Sitzung die aktuelle Situation bewerten und weitere Entscheidungen treffen. Im Übrigen hat sich eine große Mehrheit der Vereine dafür ausgesprochen, dass der Spielbetrieb nach Ende des Lockdowns so bald wie möglich fortgeführt wird. Die zuständigen Ausschüsse werden sich diesen Monat darüber beraten, wie es bei einer Wiederaufnahme dann tatsächlich weitergehen kann.

Hinter der aktuellen Saison stehen reichlich Fragezeichen, da müssen sich die Vereine eigentlich schon Gedanken über die nächste machen. So hat die DVL die Unterlagen für die Vorlizensierung zur 2. Liga verschickt. Die Vorlizensierung ist Voraussetzung für den Aufstieg in Liga zwei, verpflichtet aber nicht dazu. Nun muss also überlegt werden, ob die Tür zum Aufstieg trotz aller Widrigkeiten offengehalten werden soll, um gerade den jungen Delbrücker Spielern keine Chance zu verbauen. Die ursprüngliche Vorgabe war: Erreicht die DJK 2020/2021 Platz eins, wird der Aufstieg wahrgenommen. Angesichts der geschilderten Umstände hat das keine Relevanz mehr.

Zudem ist auch offen, wie der Delbrücker Kader in der nächsten Spielzeit aussieht. „Da möchte ich Mitte Februar Klarheit haben“, sagt der 1. Vorsitzende. Klar ist, dass die Sponsoren während dieser Saison, in der es erst ein Heimspiel mit (abgezählten) Zuschauern gab, der DJK die Stange halten. „Unsere Unterstützer sagen, dass wir in der Vergangenheit gut zusammengearbeitet haben, so dass sie auch in dieser schweren Zeit zu uns halten“, berichtet Rudolf Fraune.

Foto: Jörg Janke

Quelle: Westfälisches Volksblatt

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